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Abfahrt in Hanstholm
Morgens früh 6 Uhr hatte es endlich aufgehört zu regnen. Verschlafen "krabbelten" wir aus den Betten. Ein kurzes Frühstück, Sachen wieder zusammengepackt und losmarschiert in Richtung Auto. Wir waren ein bischen später als geplant und als wir am Hafen ankamen standen da schon Unmengen an Autos. Wir erkundigten uns und erfuhren das die vorhergehende Fähre wegen Sturm ausgefallen war und unsere mind. 3 Stunden später kommen sollte. Also hatten wir noch viel Zeit und hätten getrost noch 1-2 Stündchen schlafen können.
Was also tun?? Wir schlenderten erst einmal das Hafengeläne ab und stellten fest, das mittlerweile nicht nur die Colorlinie sondern auch die Fjordine hier ablegen und das die alte Ablegestelle, an welcher wir vor Jahren auf die Colorline "M/S Christian IV" fuhren fast nicht mehr genutzt wird. Unsere Kinder fanden dies alles sehr interessant und nach einer Weile gingen wir dann in das Fährterminal der Colorline, denn es fing wieder an zu regnen.
In diesem Gebäude befinden sich nicht nur die Sanitären Anlagen, Geldwechselmöglichkeiten und Fahrkartenverkäufe, sondern man kann einiges über den Bau und die Entwicklung der Colorlinegesellschaft lernen. Weiter oben hat man dann gemütliche Sitzecken und Kaffeeautomaten. Diese funktionieren jedoch ausschließlich mit dänischen Kronen. Da es weiterhin regnete haben wir es uns mit Kaffee, für die Kinder gab es heiße Schokolade, und einem Kartenspiel an einen Tisch am Fenster mit Blick zur Hafeneinfahrt so gemütlich wie möglich gemacht. Nach vielen Kartenspielrunden und einige Stunden später sahen wir dann am Horizont auch endlich die Silhouette der "Superspeed1".
Es hatte auch endlich aufgehört zu regnen, sodass wir unsere Sachen zusammenpackten und langsam wieder zum Parkplatz gingen. Es ist ein echt gigantischer Anblick, wenn ein so großer "Pott" wie die Superspeed1 in den Hafen einfährt. Dieses große Schiff in diesem doch recht engen Hafenbecken einfach beeindruckend. Als die "Superspeed1" nun anlegte, konnten wir sehen wie die Brücken heruntergelassen wurden, sodass die Autos herunterfahren konnten. Und da staunten wir zum 2.mal, denn es wurden immer mehr Fahrzeuge, welche aus dem "Bauch" des Schiffes herausfuhren. Zwischenzeitlich hatten wir uns auch schon einmal gefragt ob denn alle Autos, welche auf dem Parkplatz standen überhaupt draufpassten, denn es waren ja viele Fahrzeuge, welche nachts fahren wollten stehen geblieben.
Als fast alle Autos raus waren ging es los, die ersten Autos konnten in die Fähre reinfahren. Das ist für uns jedesmal wieder ein Erlebnis. Dieses mal fuhren wir auf die Brücke hoch und in die oberste Etage hinein. Auch da kamen wir aus dem Staunen nicht heraus wieviel Platz doch auf diesem Schiff war.
Wir sind schon mit einigen Fähren der Colorline gefahren, aber die "Superspeed1" ist wirklich beeindruckend. Unsere erste Fähre war die "M/S Christian IV", später nutzten wir die "F/F Silvia Ana" und hatten da schon eine enorme Zeitersparnis.
Die "Superspeed1" beeindruckt einfach durch Ihre Größe und Schnelligkeit. Die Superspeedschiffe sind 211m größer als z.B. die "M/S Christian IV", sind 27-30 Knoten schnell, was natürlich die Fahrtzeiten auf dieser Route wesentlich verkürzt. Sie können auch bei höherem Wellengang als z.B. die "Silvia Ana" fahren, was sie wesentlich zuverlässiger macht. Die Superspeedschiffe können 1800 Passagiere befördern und haben Platz für 2000 Spurmeter Fracht bzw. 700 Autos.
Wir parkten unser Auto also nach Anweisung dicht am Vordermann und verließen dieses zügig, denn die nachfolgenden Autos wollten auch parken und es ist links wie rechts, ebenso vorn und hinten kaum Platz. Danach gingen wir erst einmal zum Oberdeck um die Abfahrt zu erleben. Leider fing es wieder mit regnen an. Nach einer Weile staunten wir erneut, alle Autos vom Parkplatz haben mit auf das Schiff gepasst – wirklich unwahrscheinlich, welche Menge Fahrzeuge so eine Fähre transportieren kann. Nachdem nun alle Autos, Motorräder, Wohnmobile und sonstige Fahrzeuge Ihren Platz gefunden hatten ging es los. Die "Superspeed1" legt ab. Norwegen wir kommen!!!
Zur Ausfahrt aus dem Hafen spielte noch ein junger Musiker mit seiner Trompete verschiedene Musikstücke – es war einfach nur traumhaft schön trotz Regen. Nachdem wir das offene Meer erreicht hatten begaben wir uns zum Buffet, denn wir hatten wirklich Hunger. Die "Superspeed1" bietet wie alle Fährschiffe der Colorline verschiedene Buffet-Restaurants, Caffe & Kaffeebars, Einkaufsmöglichkeiten und mehr. Man kann sich belegte Brötchen holen, oder eben im Restaurant bestellen. Unser persönlicher Favorite ist das Buffetrestaurant in welchem man einen Festpreis pro Person zahlt und essen kann was und soviel und wielange man möchte. Man kann sich Getränke, Kaffee und Essen sooft holen wie man möchte und hat seinen gesicherten, zugewiesenen Platz. Am Buffet finden Sie von süß bis herzhaft, vom Müsli bis zur Bratkartoffel alles was das Herz begehrt. Ebenso gibt es Obst, Salate, Kaffee, Milch und Säfte.
Für die Kinder ist häufig "Capitain Kid" mit an Bord, welcher schon bei den Kleinsten sehr beliebt ist. Er nimmt die Kinder mit auf eine Schatzsuche, lädt sie zu allerlei unerhaltsamen Spielen ein und wenn die Kleinen hungrig sind können sie sich mit einem reichhaltigen Capitain-Kid-Menü stärken. Das Angebot reicht von Spaghetti, Hühnchen, Hamburger bis hin zu Fischstäbchen & Beefsteak und natürlich der einzigartigen "Capitain Kid Brause".
Wir gehen noch einmal in den Duty Free um uns mit unseren Lieblingssüßigkeiten von Anton Berg und Fazer (Fazermint) einzudecken und kommen nach 3-stündiger Fahrt in Kristiansand an. Die Einfahrt durch die Schären genießen wir an Deck, denn es regnet in Norwegen nicht. Es ist zwar etwas wolkig, aber das macht nichts. So eine hafeneinfahrt in Kristiansand ist jedesmal auf Neue wunderschön und ein Erlebnis. Die Autodecks werden wieder geöffnet und wir verlassen das Oberdeck und gehen hinunter zum Autodeck. Nachdem Die Fähre angelegt hat können wir alle wieder hinausfahren. Am Zoll werden wir nicht kontrolliert, wir können gleich weiterfahren. Noch ein paar Fotos von der "Superspeed1" und los geht es.
Norwegen, wir sind da – DER URLAUB BEGINNT!!
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Los geht`s
In Hirtshals angekommen, suchten wir uns erst einmal unseren Campingplatz und bezogen unser kleines Häuschen. Auf dänischen, ebenso wie auf norwegischen Campingplätzen werden kleinere, einfache Holzhäuser vermietet, sodass man auch ohne Zelt da gut eine Nacht oder mehr verbringen kann. Die einfachen Häuser haben neben Betten und Schlafcouch noch eine kleine Kochnische mit Warm- & Kaltwasser und eine Sitz – und Essmöglichkeit. Leider haben diese keine Dusche oder WC, was jedoch in den meisten Fällen kein Problem darstellt, da die Hütten in der Nähe der sanitären Einrichtungen des Campingplatzes aufgestellt sind. Auf einigen Campingplätzen gibt es dann noch sogenannte Luxushäuser, welche neben den Sitz-, Koch-,und Schlafmöglichkeiten noch über Dusche und WC verfügen. Allerdings verfügt nicht jeder Campingplatz darüber und sie sind erheblich teurer als die einfache Variante. Für ein paar Stunden bis zur Fähre reicht meiner Meinung nach auch die einfache Ausführung.
Da es noch früh am Nachmittag ist und die Sonne scheint beschließen wir erst einmal zum Strand zu fahren. Wir lassen uns den Seewind um die Nasen wehen, sammeln Muscheln und krempeln die Hosen hoch um ein bischen im Meer rumzuwaten. Dann sehen wir in der Ferne die Colorlinie in Richtung Hafen fahren und entscheiden uns zum Fährterminal aufzubrechen.
Im Hafen angekommen sehen wir erst einmal das sich alles ganz schön verändert hat. Wir waren nun schon ein paar Jahre nicht mehr da und sind das letzte mal mit der Fjordlinie von Hanstholm nach Egersund gefahren, sodass wir uns erst einmal orientieren mußten. Wir sind dann gegenüber zum Fischereihafen gefahren und hatten von da einen wunderbaren Blick auf die Fähre.
Nun hieß es erst einmal abwarten bis alle Autos, Busse und LKW in das Schiff gefahren sind und dann legte die Colorlinie ab. Mit einer dicken, schwarzen Rußwolke aus dem Schornstein verabschiedete sie sich aus dem Hafenbecken. In der Zwischenzeit hatte es angefangen zu nieseln, sodass wir nach Abfahrt wieder zum Campingplatz zurückfuhren..
Da erlebten wir eine positive Überraschung! Da wir die Campinghütte gemietet hatten brauchten wir nur ein paar Kronen für die Schwimmbadbenutzung zu zahlen und konnten solang wir wolten da bleiben. Das wurde selbstverständlich von den Kindern mit viel Freude vernommen und das ungemütliche Wetter war vergessen. Nachdem wir sahen wir sind die einzigen Gäste wurde das Becken mit "einem Sprung in`s geheizte Nass" in Besitz genommen.
Nach ausgiebeigem Bad- und Tauchspass "zogen" wir zurück in unsere Hütte und aßen etwas zum Abendbrot. Mittlerweile hatte es sich das Nieseln zum starken Regen verwandelt und mit den Campingplatz eigenen Kettcars war kein fahren mehr möglich. Da die Fähre am nächsten Morgen früh ablegen sollte und wir noch 1 Stunde eher am Fährterminal sein mußten, parkten wir das Auto auserhalb der Campingplatzschranke und gingen danach in die Betten.
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Ausfahrt der Superspeed aus dem Hafen von Hirtshals
Wir sind schon einen Tag vorher in Hirtshals angekommen um am nächsten Tag ganz entspannt die Fährüberfahrt zu genießen. Da unser Campingplatz ganz in der Nähe des Hafens ist schauen wir uns die Abfahrt der Superspeed nach Kristiansand schon mal an. Es ist einfach wunderbar.
Fähre buchen die zweite…
Nachdem wir unsere erste Enttäuschung verarbeitet hatten, gingen wir frisch an`s Werk und suchten wieder von vorn nach einer geeigneten Fähre. Dabei stießen wir auf eine interessante Sache. Wer z.B. die Colorline schon im Januar fest bucht und auch auf Umbuchung und Stornierung verzichtet, der fährt echt für einen abslouten Schnäppchenpreis nach Norwegen. Da wir uns ganz sicher waren, das dieses mal nichts dazwischen kommt und wir auf jeden Fall unseren Urlaub in unserem Ferienhaus in Südnorwegen verbringen wollten buchten wir kurzentschlossen. Wie gesagt, auch da lohnt sich ein Preisvergleich und vor allem sollte man die Lage des Ferienhauses berücksichtigen. Ab und an lohnt es sich ein paar Euro mehr auszugeben um dann schneller am Zielort zu sein. Innerorts herrscht in Norwegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h und auserorts von nur 80 km/h. Es gibt zwar einige Schnellstraßen bei denen auch Tempo 90 erlaubt ist, aber generell kommt man nicht so schnell voran wie bei uns. Na und dann sind ja noch die tollen Fotomotive, wegen denen man immer mal wieder einen Zwischenstopp einlegt. Es gibt an sehr vielen sehenswerten Stellen eine extra Parkbucht oder sogar einen Parkplatz, sodass man die Pausen genießen kann. Diese Plätze sind in den meisten Straßenkarten als sehenswert gekennzeichnet und nicht zu übersehen, vorausgesetz man hat eine Karte mit dabei. Ganz, ganz wichtig und bitte nie vergessen auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren.
