Posts Tagged ‘klippenbarsch’

Angeln und wandern

Heute wollen wir nun mal ein bisschen in der näheren Umgebung wandern. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Rucksäcke. Wie das allerdings bei leidenschaftlichen Anglern ist, nimmt man auch da die Angelausrüstung mit. Also die Rucksäcke geschnappt, Proviant & Angelsachen im Rucksack verstaut und Fotoapparat sowie Kamera mitgenommen.
Nun starten wir gemütlich von Lyngnør in Richtung Stusvik, immer an der Straße entlang. Als erstes sehen wir ein Reh welches von der einen Waldseite zur anderen wechselt und ein paar Schritte weiter schlängelt sich eine Schlange über den Weg. Da wir jedoch noch zu weit weg waren, sahen wir nicht um was für eine Schlange es sich handelte. Wir gehen weiter in Richtung Stusvik und schon nach kurzer Zeit sehen wir das Meer. Erst einmal biegen wir in verschiedene Waldwege ab, leider kommen wir an keinem so richtig weiter, einer führt auf eine Lichtung auf welcher es aussieht, als ob in nächster Zeit mehrere Ferienhäuser gebaut werden. Sollte man sich mal merken und bei der nächsten Urlaubsplanung gezielt danach suchen. Also wieder zurück auf den offiziellen Weg und in Richtung Meer begeben. Es dauert nicht lang und wir haben das Meer erreicht und einen kleinen Weg zu einer wunderschönen Bucht mit hohen Felsen gefunden. Stusvik liegt direkt am Meer am Eingang des bekannten Grønsfjordes.
Wir klettern ein wenig über die Felsen und suchen uns einen gemütlichen Platz um unsere Picknicksachen  und die Angeln auszupacken.
Die ersten Würfe bringen erst einmal nichts. Vor den Felsen ist es sehr stark bewachsen und wir müssen erst einmal die richtige Stelle finden um nicht alle Blinker im "Algen-Dschungel" zu verlieren. Vor ein paar Jahren haben wir jedoch genau an solchen Felsen in der Nähe von Hausvik richtig viele Lippfische (Klippenbarsche) gefangen, sodass wir es auch dieses mal darauf angelegt hatten. Wir ließen damals die Blinker nur direkt am Felsen in`s Wasser und schon hatten wir Klippenbarsche dran. Ok, dieses mal war es nicht ganz so leicht und es versteckte sich auch erst mal keiner in dem Kraut. Also warfen wir die Köder weiter weg aus und blinkerten relativ schnell, damit sich die Blinker nicht im Kraut verfangen können. Nach ein paar erfolglosen Würfen hatten wir auch den ersten Köhler gelandet. Es sollten noch mehrere folgen, ebenso ein paar Dorsche, einige Makrelen und zum Schluss ein ca. 60cm langer Hornhecht. Über den Hornhecht haben wir uns am meisten gefreut, denn es war der allererste Hornhecht, welchen wir jemals gefangen hatten.
Da es ziemlich warm war, beschlossen wir unsere Angelei zu beenden und packten zusammen. Gut gelaunt begaben wir uns auf den Heimweg. Ungefähr auf halber Strecke sahen wir dann plötzlich wieder eine Schlange und dieses mal kroch diese nicht davon. Allerdings sind wir keine Schlangenexperten und wir kennen uns damit auch nicht aus, jedoch auf tippten wir auf eine Kreuzotter und verewigten diese lieber nur auf unserer Kamera und gingen weiter.
Lange Zeit zum trödeln hatten wir ja auch nicht, denn der Fisch musste schnell nach Hause gebracht werden. Im Ferienhaus angekommen, begannen wir erst einmal die Fische küchenfertig zu verarbeiten. Das hieß für mich mal wieder Fische waschen, schuppen, filetieren und Portionsweise einfrieren. Zum Abendbrot gönnten wir uns mal wieder eine leckere Makrele vom Grill, dazu Brot und Salat. Einfach nur lecker – frischer geht es ja wohl kaum. Im Ferienhaus fanden wir dann noch einen Prospekt über Schlangen, welche in Norwegen leben und da war auch unsere dabei. Wir hatten Recht, es war eine Kreuzotter.

Wir genießen den Abend auf der Terrasse und schauen dem aufgehenden Mond zu.

Ein Ferienhausurlaub in Südnorwegen kann ja soo romantisch sein icon smile Angeln und wandern

 

Bilder dazu in der Galerie ==>

 

Was machen wir denn heute???

"Was machen wir heute?" mit dieser Frage wurden wir geweckt. Wir schauen aus dem Fenster, es ist etwas windig, jedoch sonnig und warm. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Angelsachen und starten in Richtung Bootshafen. Er ist nicht sehr weit weg, da das Haus jedoch auf einem Berg steht und eine sehr steile Straße da hinauf führt bevorzugen wir das Auto. Also Bootstank, Angeln, Angelzubehör und Proviant im Auto verstaut und los geht`s. Am Bootsanleger angekommen sehen wir, das das Wasser im Fjord ganz ruhig liegt und es ist Ebbe. Die Felsen, welche am Vortag noch kleine Inseln oder gar nicht zu sehen waren ragen nun gut sichtbar aus dem Wasser. Wir verstauen alles im Boot und fahren erst mal ein Stück in die Schären hinaus. Zuerst versuchen wir es in der Nähe der Felsen, da wir da in den vergangenen Jahre sehr oft Lippfische (Klippenbarsche) gefangen haben, leider erfolglos. Danach fahren wir noch  ein paar andere gut aussehende Stellen an, doch auch da bleiben wir erfolglos. Da es mit Kindern beim Ausbleiben vom Fangerfolg schnell langweilig und somit unruhig wird beschließen wir an einer Inseln zu landen und erst einmal Picknick zu machen. Die Kinder klettern begeistert auf den Steinen der Insel umher und  auch wir vertreten uns mal die Füße.  Wir entdecken einige kleine Krabben und viele Muscheln. Dann sehen wir wie das Wasser ganz allmählich ansteigt, die Flut kommt. Also steigen wir wieder in unser Boot und fahren zur Fjordeinfahrt. Da diese Stelle enger ist als die Schären und der dahinter liegende Teil des Fjordes rechnen wir uns da hohen Fangerfolg aus. Und richtig, wir haben uns nicht getäuscht. Angelrute mit Makrelenvorfach und Pilker bestückt in`s Wasser und schon rappelt und zappelt es am Haken. Die Kinder sind ganz aus dem Häuschen und unser Papa kann die vielen Makrelen gar nicht so schnell vom Haken befreien wie die Kinder diese in`s Boot befördern. Wir nehmen natürlich nur die größten, den auch hier in Norwegen gibt es Mindestmaße, welch ein Fisch haben  muß. Die Kleinen bekommen Ihre Freiheit wieder und beißen hoffentlich nicht so schnell wieder an. Allmählich haben wir genügend Makrelen und auch unser Papa möchte sich gern mal wieder an der Angelei beteiligen. Deshalb entfernen wir die Makrelenvorfächer und lassen den Kindern nur noch 3 kleinere Haken als Vorfach. Mit der Aufforderung nun mal die Pilker etwas schneller in die Tiefe gleiten zu lassen um an der sogenannten Makrelentiefe (in dem Fall waren es 5-7m Tiefe) vorbeizukommen angeln wir weiter. Gemäß dem Spruch wo die Makrele ist, ist auch der Dorsch wollen wir nun diesen haben. Wir bleiben immer noch im Fjordeingang und lassen uns mit der Strömung treiben. Ein wenig aufpassen müssen wir dort, denn es ist an einigen Stellen sehr flach  und mit Seetang bewachsen, aber der Fangerfolg läßt nicht lang auf sich warten. Der erste Dorsch beißt an und danach gleich noch einer. Nachdem dann erst mal eine Weile nichts mehr beißt, wir sind ganz schön weit in den Fjord hineingetrieben wurden, fahren wir wieder zum Eingang zurück und beginnen wieder von vorn. Auch diese mal haben wir Anglerglück. ein wunderschöner Lippfisch beißt an.. Uns reicht das für heute, wir haben lang genug im Boot verbracht und beschließen nach einer anschließenden Fjordrunfahrt den Hafen anzusteuern. Gefolgt von einem Schwarm Möwen, welche sich sehr über unsere Fischreste freuen fahren wir zurück. Oben im Haus werden auch diese Fische wieder filitiert und portionsweise verpackt.



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