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Sandstrand in Spangereid
Heute genießen wir einfach nur mal einen Tag am Strand. Norwegen hat zum Teil Kilometer lange Sandstrände der Küste entlang zu bieten. Diese zu finden ist manchmal nicht ganz so einfach, aber wenn man einmal fündig geworden ist umso lohnender. Besonders in Südnorwegen findet man mehrere sehr schöne Sandstrände, welche noch nicht einmal in der Hochsaison überfüllt sind. Man hat da wirklich noch Platz zum entspannen und die Kinder zum spielen und toben, ohne das man Angst haben muss auf des Nachbarn Decke zu landen.
Sehr feinen Sand haben zum Beispiel die Strände bei Farsund, diese sind zum Teil blicksicher und geschützt hinter Dünen gelegen.
Unser mehrjähriger Favorit ist nun der Strand von Spangereid geworden, da er erstens in der Nähe unseres Ferienhauses liegt und 2. sanitäre Einrichtungen in der Nähe vorzufinden sind. Außerdem ist noch ein Volleyballplatz vorhanden, wenn man mal keine Lust auf baden hat. Das Wasser ist wie fast an jedem Strand sehr seicht und deshalb auch oder besser gesagt besonders für Kleinkinder geeignet. Man kann sich da wunderbar erholen und den Blick auf das Wasser genießen. Die Kinder können ungestört toben und plantschen, was will man mehr?? Wenn man den Proviant vergessen haben sollte, ist man ganz schnell im Spar-Einkaufsmarkt von Spangereid und kann sich da mit süßen Stückchen oder auch einem leckeren Hähnchen versorgen. In dem Markt finden Sie natürlich auch alles andere, was man so zum Leben braucht. Die Kühlregale sind in einem separaten Raum untergebracht, man geht quasi in den Kühlschrank hinein. Dies ist für uns Deutsche sicherlich sehr gewöhnungsbedürftig, aber an heißen Tagen eine super Abkühlung.
Bilder dazu finden Sie >>>HIER<<<
Abfahrt in Hanstholm
Morgens früh 6 Uhr hatte es endlich aufgehört zu regnen. Verschlafen "krabbelten" wir aus den Betten. Ein kurzes Frühstück, Sachen wieder zusammengepackt und losmarschiert in Richtung Auto. Wir waren ein bischen später als geplant und als wir am Hafen ankamen standen da schon Unmengen an Autos. Wir erkundigten uns und erfuhren das die vorhergehende Fähre wegen Sturm ausgefallen war und unsere mind. 3 Stunden später kommen sollte. Also hatten wir noch viel Zeit und hätten getrost noch 1-2 Stündchen schlafen können.
Was also tun?? Wir schlenderten erst einmal das Hafengeläne ab und stellten fest, das mittlerweile nicht nur die Colorlinie sondern auch die Fjordine hier ablegen und das die alte Ablegestelle, an welcher wir vor Jahren auf die Colorline "M/S Christian IV" fuhren fast nicht mehr genutzt wird. Unsere Kinder fanden dies alles sehr interessant und nach einer Weile gingen wir dann in das Fährterminal der Colorline, denn es fing wieder an zu regnen.
In diesem Gebäude befinden sich nicht nur die Sanitären Anlagen, Geldwechselmöglichkeiten und Fahrkartenverkäufe, sondern man kann einiges über den Bau und die Entwicklung der Colorlinegesellschaft lernen. Weiter oben hat man dann gemütliche Sitzecken und Kaffeeautomaten. Diese funktionieren jedoch ausschließlich mit dänischen Kronen. Da es weiterhin regnete haben wir es uns mit Kaffee, für die Kinder gab es heiße Schokolade, und einem Kartenspiel an einen Tisch am Fenster mit Blick zur Hafeneinfahrt so gemütlich wie möglich gemacht. Nach vielen Kartenspielrunden und einige Stunden später sahen wir dann am Horizont auch endlich die Silhouette der "Superspeed1".
Es hatte auch endlich aufgehört zu regnen, sodass wir unsere Sachen zusammenpackten und langsam wieder zum Parkplatz gingen. Es ist ein echt gigantischer Anblick, wenn ein so großer "Pott" wie die Superspeed1 in den Hafen einfährt. Dieses große Schiff in diesem doch recht engen Hafenbecken einfach beeindruckend. Als die "Superspeed1" nun anlegte, konnten wir sehen wie die Brücken heruntergelassen wurden, sodass die Autos herunterfahren konnten. Und da staunten wir zum 2.mal, denn es wurden immer mehr Fahrzeuge, welche aus dem "Bauch" des Schiffes herausfuhren. Zwischenzeitlich hatten wir uns auch schon einmal gefragt ob denn alle Autos, welche auf dem Parkplatz standen überhaupt draufpassten, denn es waren ja viele Fahrzeuge, welche nachts fahren wollten stehen geblieben.
Als fast alle Autos raus waren ging es los, die ersten Autos konnten in die Fähre reinfahren. Das ist für uns jedesmal wieder ein Erlebnis. Dieses mal fuhren wir auf die Brücke hoch und in die oberste Etage hinein. Auch da kamen wir aus dem Staunen nicht heraus wieviel Platz doch auf diesem Schiff war.
Wir sind schon mit einigen Fähren der Colorline gefahren, aber die "Superspeed1" ist wirklich beeindruckend. Unsere erste Fähre war die "M/S Christian IV", später nutzten wir die "F/F Silvia Ana" und hatten da schon eine enorme Zeitersparnis.
Die "Superspeed1" beeindruckt einfach durch Ihre Größe und Schnelligkeit. Die Superspeedschiffe sind 211m größer als z.B. die "M/S Christian IV", sind 27-30 Knoten schnell, was natürlich die Fahrtzeiten auf dieser Route wesentlich verkürzt. Sie können auch bei höherem Wellengang als z.B. die "Silvia Ana" fahren, was sie wesentlich zuverlässiger macht. Die Superspeedschiffe können 1800 Passagiere befördern und haben Platz für 2000 Spurmeter Fracht bzw. 700 Autos.
Wir parkten unser Auto also nach Anweisung dicht am Vordermann und verließen dieses zügig, denn die nachfolgenden Autos wollten auch parken und es ist links wie rechts, ebenso vorn und hinten kaum Platz. Danach gingen wir erst einmal zum Oberdeck um die Abfahrt zu erleben. Leider fing es wieder mit regnen an. Nach einer Weile staunten wir erneut, alle Autos vom Parkplatz haben mit auf das Schiff gepasst – wirklich unwahrscheinlich, welche Menge Fahrzeuge so eine Fähre transportieren kann. Nachdem nun alle Autos, Motorräder, Wohnmobile und sonstige Fahrzeuge Ihren Platz gefunden hatten ging es los. Die "Superspeed1" legt ab. Norwegen wir kommen!!!
Zur Ausfahrt aus dem Hafen spielte noch ein junger Musiker mit seiner Trompete verschiedene Musikstücke – es war einfach nur traumhaft schön trotz Regen. Nachdem wir das offene Meer erreicht hatten begaben wir uns zum Buffet, denn wir hatten wirklich Hunger. Die "Superspeed1" bietet wie alle Fährschiffe der Colorline verschiedene Buffet-Restaurants, Caffe & Kaffeebars, Einkaufsmöglichkeiten und mehr. Man kann sich belegte Brötchen holen, oder eben im Restaurant bestellen. Unser persönlicher Favorite ist das Buffetrestaurant in welchem man einen Festpreis pro Person zahlt und essen kann was und soviel und wielange man möchte. Man kann sich Getränke, Kaffee und Essen sooft holen wie man möchte und hat seinen gesicherten, zugewiesenen Platz. Am Buffet finden Sie von süß bis herzhaft, vom Müsli bis zur Bratkartoffel alles was das Herz begehrt. Ebenso gibt es Obst, Salate, Kaffee, Milch und Säfte.
Für die Kinder ist häufig "Capitain Kid" mit an Bord, welcher schon bei den Kleinsten sehr beliebt ist. Er nimmt die Kinder mit auf eine Schatzsuche, lädt sie zu allerlei unerhaltsamen Spielen ein und wenn die Kleinen hungrig sind können sie sich mit einem reichhaltigen Capitain-Kid-Menü stärken. Das Angebot reicht von Spaghetti, Hühnchen, Hamburger bis hin zu Fischstäbchen & Beefsteak und natürlich der einzigartigen "Capitain Kid Brause".
Wir gehen noch einmal in den Duty Free um uns mit unseren Lieblingssüßigkeiten von Anton Berg und Fazer (Fazermint) einzudecken und kommen nach 3-stündiger Fahrt in Kristiansand an. Die Einfahrt durch die Schären genießen wir an Deck, denn es regnet in Norwegen nicht. Es ist zwar etwas wolkig, aber das macht nichts. So eine hafeneinfahrt in Kristiansand ist jedesmal auf Neue wunderschön und ein Erlebnis. Die Autodecks werden wieder geöffnet und wir verlassen das Oberdeck und gehen hinunter zum Autodeck. Nachdem Die Fähre angelegt hat können wir alle wieder hinausfahren. Am Zoll werden wir nicht kontrolliert, wir können gleich weiterfahren. Noch ein paar Fotos von der "Superspeed1" und los geht es.
Norwegen, wir sind da – DER URLAUB BEGINNT!!


